Die SP Kanton Schwyz will ihren Nationalratssitz erfolgreich verteidigen und startet zuversichtlich ins Wahljahr. Zudem sagten die Mitglieder einstimmig Ja zur Initiative „Schutz vor Waffengewalt.
Von Petra Hummel, Sekretärin SP Kanton Schwyz
Bild: Andy Tschümperlin, Nationalrat und Fraktions-Vizepräsident
Am Freitagabend nahm die SP Kanton Schwyz in Seewen anlässlich ihrer Kantonalversammlung eine Standortbestimmung unter dem Titel „Nägel mit Köpfen" vor. Das Ergebnis einer Meinungsumfrage zeigt, dass die Schwyzer Bevölkerung in Zukunft vermehrt SP wählen will. Dies stimmt optimistisch, auch wenn laut Parteipräsident Martin Reichlin die einzig entscheidende Umfrage bei der Nationalratswahl am 23. Oktober stattfindet.
Umdenken in der Bevölkerung
Auch SP-Nationalrat Andy Tschümperlin ist im Hinblick auf die Wahlen zuversichtlich. „Gerade in unserem von der Rechten dominierten Kanton ist es wichtig, dass die SP kämpft", so Tschümperlin. Auch die Bevölkerung hat mittlerweile gemerkt, dass in unserem Kanton eine Veränderung stattfinden und die Linke gestärkt werden muss. Denn es darf nicht sein, dass ein Kanton mit 500 Mio. Franken Eigenkapital, der gesamtschweizerisch günstigsten Verwaltung und ständig sinkenden Steuern das Budget zurückweisen könne. Kommt noch hinzu, dass der Kanton Schwyz zum Beispiel weniger Geld für die Prämienverbilligung ausgibt und mehr Schulgeld für die Mittelschulen verlangt, als andere Kantone. „Gemeinsam können wir die Wahlen gewinnen", ist Tschümperlin überzeugt.
„Sozial sein ist in"
Fraktionschef Patrick Notter weiss, dass viele SP-Mitglieder im Kanton Schwyz mit dem Parteiprogramm der nationalen SP „nicht so ganz zufrieden" sind. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir im Kanton Schwyz unseren Weg gehen und unsere Leistungen hervorheben". Dazu gehören unter anderem die Förderung von günstigem Wohnraum und das heutige Energiegesetz, welches ermöglicht, dass erneuerbare Energien durch den Kanton subventioniert werden. „Sozial sein ist in", so Notter. Dies zeigt immer wieder die Wahl zum Schweizer/zur Schweizerin des Jahres, wo regelmässig Menschen mit hervorstechenden sozialen Leistungen geehrt werden. Auch die SP setzt sich für mehr soziale Gerechtigkeit ein. „Wir wehren uns aber auch gegen Sozialmissbrauch". Nebst der sozialen Gerechtigkeit gehören auch die Erhöhung der Kaufkraft und die erneuerbaren Energien zu den Wahlkampfthemen. Den Wahlausschuss wird Petra Hummel aus Schwyz leiten.
Ja zum Schutz vor Waffen
Einstimmig beschloss die Versammlung die Ja-Parole zur Volksinitiative „Schutz vor Waffengewalt". Kantonsrätin Karin Schwiter, Lachen, hatte vorgängig die Initiative kompetent vorgestellt. Die Initiative will die Sicherheit erhöhen und Leben retten, denn jährlich 300 Waffentote in der Schweiz sind zuviel. Schusswaffen haben auch ein grosses Drohpotenzial für Frauen und Kinder. Dies zeigen die 22000 Fälle, welche sich jedes Jahr bei den Opferberatungsstellen melden. Aber nicht nur die Opferhilfestellen, sondern auch die ärztegesellschaft, die CVP-Frauen und weitere Organisationen befürworten die Initiative. Schwiter zitierte zum Schluss als eindrückliches Beispiel Kanada, wo nach Einführung eines verschärften Waffengesetzes die Anzahl der durch Schusswaffen Getöteten innert kurzer Zeit auf die Hälfte gesunken ist.
Anschliessend wurde für einmal nicht nur über Politik gesprochen. Die Anwesenden waren zum traditionellen Neujahrsapéro eingeladen.
SP Kanton Schwyz