Jede Stimme zählt

Herbstsession 2011

Mein Nationalratskollege Roger Nordmann prägt in seiner neusten Publikation den Begriff der Angstgenossenschaft. «Die Schweiz ist unfähig geworden, Probleme auf rationale Weise anzugehen. Stattdessen werden immer wieder neue Ängste geschürt: Die Angst vor Reformen, die Angst vor der Zukunft, die Angst vor der Andersartigkeit, die Angst vor dem Nächsten und gar die Angst vor sich selber.»

Dass es nicht immer so sein muss, hat die Mehrheit in Bern einmal mehr bewiesen. Der Atomausstieg wird Tatsache. Der Ständerat hat nach dem Entscheid des Bundes- und Nationalrates den Ausstieg ebenfalls beschlossen. Ein grosser Erfolg für die SP, die sich seit Jahrzehnten für die Energiewende einsetzt. Der Weg ist nun frei für Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die Politik ist nun dafür verantwortlich, die Rahmenbedingungen in nächster Zeit entsprechend zu gestalten. Es braucht genügend Geld, um die kostendeckende Einspeisevergütung umzusetzen.

Die katastrophale Entscheidung der bürgerlichen Mehrheit, das Militärbudget um eine Milliarde Franken aufzustocken, verstehen die Menschen auf der Strasse überhaupt nicht. Mehrmals werde ich auf diesen Entscheid angesprochen. Es kann doch nicht sein, dass so viel Geld in einige Kampfflieger investiert wird, während in der Bildung, der Landwirtschaft oder in anderen Bereichen gespart werden soll. Bereits haben die SP-Delegierten beschlossen, das Volk mit einer Initiative zu befragen.

Am Dienstagmorgen in der Zweiten Sessionwoche bekomme ich am Morgen ein SMS von Ursula Wyss, unserer Fraktionspräsidentin, mit der Nachricht, dass sie einen Sohn geboren hat. Durch diese freudige Nachricht konnte ich während der beiden letzten Sessionswochen die Fraktion leiten. Plötzlich liegt viel Verantwortung auf meinen Schultern: Eine Fraktion mit zwei Bundesrätinnen und 57 Parlamentsabgeordneten zu leiten ist ein schöne Herausforderung. Neben den beiden Fraktionssitzungen leite ich auch die Fraktionsvorstandssitzungen. Es läuft gut, organisieren liegt mir im Blut.

Unser hart erkämpfter Schwyzer SP-Sitz wird in den kommenden Wahlen von der FDP angegriffen. Einmal mehr versucht die Partei der Treuhänder und Banken mit viel Geld und Einfluss den Sitz der Arbeitnehmenden zu erobern. Darum braucht es jede Stimme am 23. Oktober! Motiviere doch alle in deinem Umfeld, unsere SP-Liste Nr. 2 ins Stimmkuvert zu stecken. Gemeinsam werden wir den Sitz verteidigen!

Mit liebem Gruss

Andy Tscämperlin

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