Je zwei Kinder aus jeder Gemeinde das Kantons Schwyz nehmen im Kinderparlament
Einsitz. Unter der Leitung des Kantonsratspräsidenten Christoph Pfister
und des Nationalrates Andy Tschümperlin befassten sich die Kinder
mit dem Entwurf der neuen Kantonsverfassung. In Workshops und im Plenum
bildeten sie sich ihre Meinung zu den Grundlagenparagrafen. Deutlich und
einstimmig war das Statement am Ende: mehr Umweltschutz, mehr Toleranz.
Einen wesentlichen Unterschied zu den Grossen bemerkte Pfister am Ende:
«Die Kinder haben zugehört.»
Mehr Toleranz und Naturschutz
Während des ganzen Nachmittags äusserten die jungen Politiker ihre Meinungen, Forderungen und Wünsche. Eine Auswahl:
«Kinder haben das Recht, in die Schule zu dürfen.»
«Ich bin für Umweltschutz, damit die Leute länger leben.»
«Die Gemeinde soll uns Kindern Spielplätze zur Verfügung
stellen.»
«Wir Kinder haben das Recht auf einen Pausenkiosk in der Pause.»
«Es soll umweltfreundliche Autos geben.»
«Wir können in unserer Gemeinde etwas beitragen, indem wir
keinen Abfall wegwerfen und nichts kaputt machen.»
«Die Lehrer sollen uns Schülern nicht zu viel Hausaufgaben
geben.»
«Es ist wichtig, dass Menschen aus allen Nationen zusammenleben.»
«Man kann ein Haus nicht einfach irgendwo bauen, man muss schon
fragen.»
«Frauen sollen mitbestimmen können. Buben wollen zum Beispiel
einen Fussballplatz, Mädchen nicht. Es ist wichtig, dass alle ihre
Meinung sagen können.» (Aussage eines Knaben)
«Man soll niemanden auslachen, nur weil er anders ist.»
«Wir fordern einen fairen Umgang an den Schulen untereinander.»
«Die Lehrer dürfen keine Lieblingsschüler haben.»
«Später tragen wir zum Gemeinwohl bei, indem wir Steuern
zahlen und ins Militär gehen. Obwohl ich beides nicht will.»
«Wieso müssen Frauen nicht ins Militär? Eigentlich
sollten sie doch auch ins Militär müssen.» (Aussage eines
Knaben)
«Ich finde es gut, wenn reiche Leute mehr bezahlen müssen.»