Die Volksinitiative «Schutz vor Waffengewalt» will aufgrund der Erfahrungen mit der zu lockeren Gesetzgebung das Recht auf Waffenbesitz in eine Ausnahmebestimmung umwandeln. Konkret heisst das: Wer eine Waffe besitzt, muss sagen, wofür er sie braucht und die erforderlichen Fähigkeiten mitbringen.Sportschützinnen und -schützen und Jäger haben diese Fähigkeiten. Sie trainieren den Umgang mit den Waffen regelmässig und messen sich in organisierten Wettkämpfen. Die Vereine sind in Zukunft die Kompetenzzentren zum Erwerb dieses Fähigkeitsausweises. Ich bin klar der Ansicht, dass diese Regelung die Vereine stärkt. Einerseits wird ihnen in der Verfassung das Recht auf ihre Waffe garantiert, andererseits erhalten sie exklusiv das Privileg, dass sie ihre Militärwaffe auch nach Beendigung der Dienstpflicht nach Hause nehmen können. Klar ist auch, dass diese Waffen zu Hause von fähigen Personen an einem sicheren Ort, zum Beispiel in einem abschliessbaren Waffenschrank, aufbewahrt werden. Die Initiative schützt Schützen und Jäger in der Ausübung ihres Hobbys – deshalb stimme ich Ja.
Andy Tschümperlin