Die Energiepolitik lässt Schwyzerinnen und Schwyzer nicht kalt

1. Juni 2007 - SP-Initiative 'Für eine aktive Schwyzer Energiepolitik – Mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien'

Nationalrat Andy Tschümperlin

Bild: Nationalrat Andy Tschümperlin informiert über die SP-Energieinitiative

Die Unterschriftensammlung für die SP-Initiative „Für eine aktive Schwyzer Energiepolitik – Mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien“ stösst beim Volk auf offene Ohren. Bei Sammelaktionen in Einsiedeln, Schwyz und Wollerau haben bereits mehrere hundert Personen unterschrieben. Auch Nationalrat Andy Tschümperlin sammelte Unterschriften am Schwyzer Wochenmarkt auf der Hofmatt. 

Mit dieser Initiative wird das Parlament und die Regierung des Kantons Schwyz aufgefordert, bis zum 1. Januar 2011 die rechtlichen und tatsächlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um einen sparsamen Energieverbrauch und eine verantwortungsvolle Energienutzung zu fördern. Am Wochenmarkt in Schwyz brachten Nationalrat Andy Tschümperlin, Kantonsrat Paul Furrer und Gemeinderat Hugo Steiner mit weiteren aktiven SP-Mitgliedern viele Unterschriften zusammen. 

Nützt Umwelt und Wirtschaft 
Die sauberste und billigste Energie ist die gesparte Energie. Energie kann überall gespart werden, ohne dass deswegen die Lichter ausgehen: In Gebäuden (Wärmedämmung von Neu- und Altbauten), bei Geräten (Berücksichtigung der Energieetikette, Verzicht auf Standby-Betrieb) und im Verkehr (Förderung des öV und verbrauchsgünstiger Fahrzeuge). Dafür braucht es einerseits Beratung und rechtliche Vorgaben, andererseits soll sich Energiesparen auch finanziell lohnen. Das gilt auch für die Förderung erneuerbarer Energien. Mit der Installation und dem Betrieb von Anlagen, die erneuerbare, einheimische Energien (Sonne, Umweltwärme, Holz/Biomasse, Wasser) verwenden, werden neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen. 

Bis jetzt keine Förderbeiträge
Investitionen für Energiesparmassnahmen (z.B. bei Minergie- und Passivenergiehäusern) und für erneuerbare Energien (z.B. Solarzellen) zahlen sich häufig erst nach mehreren Jahren aus und benötigen daher eine finanzielle Starthilfe. Dafür fehlt im Kanton Schwyz im Gegensatz zum Grossteil der übrigen Kantone die gesetzliche Grundlage. Weil so keine Förderbeiträge des Kantons ausgerichtet werden, gibt es auch keine Bundesbeiträge für den Kanton Schwyz. Mit der SP-Initiative soll dieser energiepolitische Rückstand des Kantons Schwyz gegenüber anderen Kantonen aufgeholt werden. Damit stellt sie eine kantonale Ergänzung zur „Klima-Initiative“ auf Bundesebene dar, welche die SP mitlanciert hat. Sie will, dass die Schweiz ihre Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent senkt.

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