Eidg. Initiative «jugend+musik»

21. Juni 2007 - Gleiche Berechtigung wie der Sport

Die Musik gehört besser verankert. Das sind sich die Initianten der Initiative «jugend+musik» einig. Die heutige Lancierung in Bern wurde auch von Nationalrat Andy Tschümperlin unterstützt.

pd. Für die Lancierung der eidgenössischen Initiative «jugend+musik» machte sich heute Mittag in Bern auch der Schwyzer SP-Nationalrat Andy Tschümperlin stark. Bei der Initiative geht es um die Verankerung der Musik in der Bundesverfassung. Genau so, wie der Sport darin verankert ist. Das politisch breit abgestützte Initiativkomitee unter der Leitung von Nationalratspräsidentin Christine Egerszegi-Obrist erachtet es als wichtig, dass die musikalische Bildung beim Bund und den Kantonen durch verstärktes Engagement gefördert wird.

Im Kanton Schwyz wird die Musik sehr unterschiedlich gefördert, denn es gibt keine gesetzliche Grundlage für den Musikschulunterricht. «Dabei haben meiner Meinung nach alle Kinder Anrecht auf den Besuch einer Musikschule – ohne hohe Gebühren», sagt Nationalrat Andy Tschümperlin. Und nicht nur der Musikschulunterricht ist wichtig, auch das Unterrichtsfach «Musik» darf nicht dem Rotstift zum Opfer fallen: «Dem Fach Musik in der Schule muss Sorge getragen werden, weil für viele Kinder, vor allem aus sozial schwächeren Elternhäusern, die Schule oft der einzige Zugang zur Musik ist.»

Warum die Musik für Kinder so wichtig ist, erklärt Tschümperlin damit: « Musik fördert den Zusammenhalt aller Menschen, weil Musik zu jeder Kultur gehört. Verschiedene Studien beweisen, dass Musik und Kunst ideale Disziplinen sind, um Türen zu öffnen und die Verständigung zwischen Menschen zu fördern.»

Die Sammlung der 100'000 notwendigen Unterschriften ist nun lanciert. Unterschriftenbogen und weitere Informationen gibt es auf der Homepage www.musikinitiative.ch.

 

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