Französisch als erste Fremdsprache

28. März 2001 - Kleine Anfrage

Der Nationalrat behandelte am Donnerstag, 22. März 2001 eine parlamentarische Initiative von Didier Berberat. Sie verlangt, dass als zweite Sprache zwingend eine der Amtssprachen der Schweiz unterrichtet wird.

Wie der Initiant betont, sollte sein Vorstoss nicht als Angriff aufs Englische verstanden werden. Es geht nur darum, welcher Sprache Priorität zukommt. „Bund und Kantone fördern die Verständigung und den Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften“, das ist in Artikel 70 Absatz 3 der Bundesverfassung festgehalten. Das Mittel, um diese Zielsetzung zu erreichen, ist für unser Land die Sprache des Nachbarn. Für uns deutschsprachigen Schweizerinnen und Schweizer sind die Sprachen der Nachbarn also Französisch oder Italienisch.

Angesichts der Bedeutung des nationalen Zusammenhalts rechtfertigt es sich, dass man ein bisschen an der Schulhoheit der Kantone nagt.  Dieser Eingriff ist allerdings minim im Vergleich zum Interesse, das wir alle haben, dass der Zusammenhalt in unserem Lande erhalten und sogar verstärkt wird. Mit 72 zu 67 Stimmen beschliesst der Nationalrat, der Initiative Folge zu geben.

Welche Konsequenzen zieht der Regierungsrat aus diesem Entscheid?

KR Andy Tschümperlin-Gamma, Rickenbach

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