Einkaufszentren koordinieren

7. Juli 1999 - Postulat

Überregionale Einkaufszentren haben bezüglich Versorgung von Quartieren und kleineren Ortschaften mit Gütern des täglichen Bedarfs einen ungünstigen Einfluss, indem sie die Existenz gewachsener Detailhandelsstrukturen gefährden. Sie sind aber auch massgebliche Verursacher von übermässigem motorisierten Individualverkehr und tragen so zur Minderung der Luftqualität und Steigerung der Lärmbelastung bei.

Trotz dieser unerwünschten Effekte werden aber immer noch überregionale Einkaufszentren erstellt. Dies gilt besonders für das linke Zürichsee-Ufer. Nebst der massiven Vergrösserung und Ergänzung des Einkaufszentrums in Pfäffikon bestehen Absichten, dazu in kurzer Distanz bei den Autobahneinfahrten Richterswil und Wädenswil neue Einkaufszentren zu bauen. Es besteht die Gefahr, dass die A3 am linken Zürichsee-Ufer zu einer eigentlichen Auto-Shopping-Meile wird.

Wir bitten daher den Regierungsrat im Rahmen der Revision des Schwyzer Richtplans

  • bezüglich Einkaufzentren an der A 3 über die Kantonsgrenze hinweg koordinierend tätig zu werden,
  • insbesondere soll die Absprache mit der Zürcher Planungsgruppe Zimmerberg gesucht werden, welche zur Zeit im "Konsumkonzept Zimmerberg" Vorstellungen für eine bedarfsgerechte und umweltschonende Konsumgüterversorgung entwickelt.

Bei der Erarbeitung des gemeinsamen lufthygienischen Massnahmenplans für den Raum Innerschweiz sollen die Emissionen durch Einkaufszentren besonders beachtet werden.

Dem Kantonsrat ist Bericht zu erstatten.

KR Otto Kümin, Pfäffikon
KR Guntram Stamm, Pfäffikon
KR Andy Tschümperlin, Schwyz

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