
Nationalrat Andy Tschümperlin
Einträge zum Stichwort 'Meine Berner Woche'
- Berner Woche 2010-1-1
Auf den folgenden Seiten und Verzeichnissen finden Sie die persönliche Berner Woche des Politikers Andy Tschümperlin.
- Berner Woche 20070609 2007-6-9
Der Montag war beeindruckend, emotional. Vor allem die Begleitung von Meiri, dem Ehemann von Josy Gyr, freute mich und gab dem Anlass etwas Besonderes. Meine Familie war dabei, das war schön. Als Familienvater brauche ich diese Unterstützung, sie gibt Kraft. Hinein ins Bundeshaus, es ist schon fast halb drei, die Session beginnt.
- Berner Woche 20070617 2007-6-17
Der Montagnachmittag meiner zweiten Berner Woche begann mit der Fragestunde. Dabei konnten dem Bundesrat Fragen abgegeben werden und er nahm dazu Stellung. Für die mündliche Stellungnahme waren die Bundesräte Samuel Schmid und Rudolf Merz anwesend, der Rest der Fragen wurde schriftlich beantwortet.
- Berner Woche 20080310 2008-3-10
Frühlingssession 2008: 1. Woche: Bevor eine Session anfängt, fühle ich mich jeweils so wie früher vor dem Einrücken in einen WK ins Militär. Meine Laune hat dann jeweils mein Umfeld zu ertragen. Am Montag war es also wieder soweit. Nachdem alle Kinder und meine Frau das Haus verlassen haben, packe ich einen ganzen Koffer voll Papiere und fahre mit Vollgepäck mit Bus und Zug nach Bern.
- Berner Woche 20080314 2008-3-19
Frühlingssession 2008: 2. Woche: Bevor die Sitzung in Bern um 14.30 Uhr beginnt, besuche ich am Morgen eine Sitzung der Schulleitungen der Stadtschulen Zug. Das Nebeneinander von Beruf und Politik ist immer wieder ein Thema, das unter einen Hut gebracht werden muss. Beide Bereiche müssen bei einem Milizparlamentarier Platz haben.
- Berner Woche 20080320 2008-3-25
Frühlingssession 2008: 3. Woche: Am Montagnachmittag erwarte ich Besuch von zwei Klassen mit den Lehrpersonen Ruth Omlin und Kurt Immoos aus meiner ehemaligen Schule in Steinen. Im Gespräch werfen die Schülerinnen und Schülern im Saal «Vue des Alpes» einige gute Fragen auf.
- Berner Woche 20090310 2009-3-10
Frühlingssession 2009: 1. Woche: Der Montag beginnt bereits nach dem Mittagessen mit einer Sitzung mit dem Fraktionspräsidium. Es geht darum, wie die neu gewonnenen Kommissionssitze unter unseren ParlamentarierInnen verteilt werden können. Kommissionssitze sind für Nationalräte attraktiv, weil mit diesen die politische Aufmerksamkeit erreicht werden kann. Bei der Verteilung kommt das Anciennitätsprinzip zur Anwendung. Je länger jemand im Rat ist, desto grösseren Anspruch hat er oder sie auf einen zusätzlichen 2. Sitz. Da ich erst seit gut einem Jahr im Nationalrat bin, habe ich leider keinen Anspruch – meine einzige Kommission bleibt die staatspolitische Kommission.
- Berner Woche 20090316 2009-3-16
Frühlingssession 2009: 2. Woche: Am Morgen ein Telefonanruf aus Bern. Frau Aregger, aus dem Stab von Bundesrat Moritz Leuenberger, teilt mit, dass das Gespräch mit dem Bundesrat heute Nachmittag zum Projekt an der Axenstrasse stattfinden wird. Also auf nach Bern, die Fragestunde beginnt heute bereits um 13.00 Uhr, denn heute findet die ausserordentliche Session zur Finanzkrise und zu Konjunkturfragen statt.
- Berner Woche 20090324 2009-3-24
Frühlingssession 2009: 3. Woche: Am Abend dann gehe ich zum regelmässig stattfindenden Nachtessen des Hedo-Clubs ins Scala. Dieser Club hat sich vor rund 9 Jahren zusammengefunden, weil sich die neuen Ratsmitglieder von anno dazumal nicht wohl fühlten. Es ist halt nicht so einfach, hier in Bern Fuss zu fassen. Zum Erstaunen sitzt auch Moritz Leuenberger am Tisch. Ich setzte mich ihm vis-à-vis an den Tisch – ich habe noch nie mit einem Bundesrat zu Abend gegessen. Anfänglich ist er eher zurückhaltend, mit der Zeit wird er aber immer gesprächiger. Sehr interessant, was ich an diesem Gespräch alles zu hören bekomme.
- Bericht aus dem Bundeshaus F2011 2011-3-27
Frühlingssession 2011: Die Frühlingssession beginnt mit einem Erfolg: Meine Motion für die Wiedereingliederung durch eine Aufklärungskampagne über die psychischen Krankheiten wird durch eine Stiftung unterstützt. FDP-Ständerat Rolf Schweiger aus dem Kanton Zug macht auch mit an der Pressekonferenz im Käfigturm in Bern. Er macht deutlich, dass er diese Motion über die Parteigrenze hinweg unterstütze. Das Schweizer Fernsehen macht für die Tagesschau Aufnahmen und tatsächlich - viel Echo am Abend. Die Tagesschau nimmt das Thema auf - nicht selbstverständlich.
- Berner Woche 20070921 2007-10-3
Herbstsession 2007: 1. Woche: Besuch aus Schwyz. Ja zur Komplementärmedizin. Förderung von Bildung – Ziel nicht erreicht. Eindrückliche Demo in Zürich.
- Berner Woche 20070928 2007-10-3
Herbstsession 2007: 2. Woche: Existenzminimum von Steuerlast befreit. Einsatz für Minergie-P. Kinderparlament mit hochstehender Debatte. Taschenmunition bleibt im Zeughaus.
- Berner Woche 20080915 2008-9-15
Herbstsession 2008: 1. Woche: Bereits am Mittag treffe ich in Bern ein. Vor dem Parlamentsbetrieb besuche ich als Delegationsleiter der Staatspolitischen Kommission eine Sitzung, um die Zuständigkeiten der verschiedenen Votanten zu klären. Dann beginnt der Betrieb wie immer mit den Mitteilungen des Präsidenten und einer Vereidigung einer neuen Kollegin aus dem Kanton Zürich. Ruth Genner ist in den Stadtrat der Stadt Zürich gewählt worden, für sie sitzt nun neu Katharina Prelicz-Huber im Rat.
- Berner Woche 20080922 2008-9-22
Herbstsession 2008: 2. Woche: Die Erkrankung von Bundesrat Merz ist das grosse Thema im Bundeshaus. Über alle Fraktionen hinweg sind die Politikerinnen und Politiker, die ansonsten jeweils sehr hart miteinander umgehen, betroffen. Ich wünsche ihm gute Genesung. Gespannt warten wir auf neue Nachrichten. Anschliessend die obligate Fragestunde. Wir haben die Möglichkeit, dem Bundesrat schriftlich Fragen zu stellen. Der Bundesrat gibt dazu während rund 2 Stunden Auskunft. Meine Fragen kommen heute nicht zum Zuge – somit ergibt sich auch keine Gelegenheit, sich in Szene zu setzen. Ja so geht das. Im Nationalrat muss man sich in Szene setzen - will man in dieser Medienwelt überhaupt noch gehört werden.
- Berner Woche 20080929 2008-9-29
Herbstsession 2008: 3. Woche: Am Montagmorgen treffe ich mich mit unserem Kantonalpräsidenten Martin Reichlin und Alf Arnold von der Alpen-Initiative, um anstehende Fragen rund um den Ausbau am Axen zu diskutieren. Wir beschliessen das weitere Vorgehen und dann geht’s ab nach Bern. Die Reise nutze ich, um weiter an meiner Parlamentarischen Initiative zu schreiben. Frühzeitig bin ich im Bundeshaus. Ich habe mir vorgenommen, dass ich in Zukunft die Termine mit genügend Zeitreserven wahrnehme. An diesem Nachmittag gewinne ich wieder einmal mit einer Stimme vorsprung die Abstimmung mit 90:89. Nach dem Nichteintreten des Ständerates an seiner Vorlage für Verfahrensgarantien zugunsten der von Fluglärm betroffenen Eigentümer halten wir im Nationalrat daran fest.
- Bericht aus dem Bundeshaus H2010 2010-10-10
Herbstsession 2010: Diese Session hatte es in sich. Und die Zeichen deuteten schon am ersten Tag darauf hin, denn die Müdigkeit vom Wochenende steckte mir noch in den Knochen: Das Bike-Weekend mit den Cracks des Skiclub Schwyz hat zwar Spass gemacht - ich merke aber, dass sich mein politisches Amt in Bern auf die physische Konstitution auswirkt - jedes Kilo zu viel auf den Rippen ist eben zu viel.
- Berner Woche 20101001 2010-10-1
Herbstsession 2010: Weil ich am frühen Morgen eine Veranstaltung zum Weiterbildungsgesetz besuche, reise ich mit dem ersten Zug nach Bern. Nachher bin ich rechtzeitig zum Beginn der Session im Saal. Es macht jeweils Freude, die Kolleginnen und Kollegen wieder zu sehen. Neuigkeiten werden ausgetauscht und wichtige politische Geschäfte in Gesprächen vorbereitet.
- Bericht aus dem Bundeshaus H2011 2011-10-15
Herbstsession 2011: Mein Nationalratskollege Roger Nordmann prägt in seiner neusten Publikation den Begriff der Angstgenossenschaft. «Die Schweiz ist unfähig geworden, Probleme auf rationale Weise anzugehen. Stattdessen werden immer wieder neue Ängste geschürt: Die Angst vor Reformen, die Angst vor der Zukunft, die Angst vor der Andersartigkeit, die Angst vor dem Nächsten und gar die Angst vor sich selber.»
- Berner Woche 20070625 2007-6-25
Montag Morgen der dritten Berner Woche: Zum Start der Tour de Suisse in Brunnen bin ich eingeladen und gehe gerne hin. Ein riesiger Werbetross begleitet diesen Sportevent. Händeschütteln hier – ein Gespräch dort, wichtig für die Leute ist doch, dass ein Politiker zum Anfassen da ist. Schliesslich bin ich ein Volksvertreter. Aber offenbar gibt es unter dem Begriff Volksvertreter verschiedene Interpretationen. Wieder sitze ich im Zug und reise nach Bern.
- Berner Woche 20080530 2008-5-30
Sommersession 2008: 1. Woche: Das erste Traktandum, die Bundesfinanzen mit der Rechnung 2007 werden während fast 3 Stunden besprochen. Eigentlich sind alle zufrieden. Erstmals seit 1989 weist der Bundeshaushalt in zwei aufeinanderfolgenden Jahren einen Überschuss aus. Der Einnahmenüberschuss kann sich sehen lassen: 4,1 Milliarden. Das Parlament stimmt dem Bundesbeschluss über die Staatsrechnung für das Jahr 2007 deutlich mit 129 zu 41 zu. Unsere beiden Schwyzer SVP-Vertreter sind dagegen, zusammen mit 39 weiteren Rechtsaussenpolitikern. Wie kann man nur einen Einnahmenüberschuss von über 4 Milliarden nicht gutheissen?
- Berner Woche 20080608 2008-6-8
Sommersession 2008: 2. Woche: Nach diesem für uns Sozialdemokraten guten Abstimmungs-Wochenende besuche ich bereits am Morgen das Bundeshaus. Ich geniesse die Arbeit einmal alleine im Nationalratssaal – die Session beginnt ja erst im Verlaufe des Nachmittags. Für die Fraktionssitzung will ich ein Papier vorbereiten, auf dem unsere Arbeit in der Einbürgerungspolitik aufgezeigt werden soll. Erstmals verfasse ich ein solches Papier. Gestützt auf die Erfahrungen letzte Woche in der Fachkommission ist meiner Ansicht nach die Stossrichtung gut. Wir müssen die Federführung bei den Integrationsfragen wieder an die Hand nehmen. Die Rechte diktiert die Themen – das darf nicht sein. Den ganzen Tag arbeite ich am Papier und meinem politischen Vorstoss. Ich will, dass der Einbürgerungsstandard Sprache in allen Gemeinden in diesem Land als einheitlicher Standard angewandt wird.
- Berner Woche 20090601 2009-6-1
Sommersession 2009: 1. Woche: Eine schwarze Woche für Familien geht zu Ende: Die Ankündigung der Krankenkassenprämien-Explosion, zahlreiche Familienväter und –mütter verlieren ihre Stellen und im Kanton Schwyz wird das Gesetz für Ergänzungsleistungen für arme Familien ersatzlos gestrichen.
- Berner Woche 20090615 2009-6-15
Sommersession 2009: 2. Woche: Am Mittwoch geht’s auf den Fraktionsausflug. Zuerst fahren wir mit dem Zug nach Biel. Wir werden von Nicolas Hayek erwartet. Er referiert über die Wirtschaftskrise und über seine Projekte. Erstaunlich, wie dieser 81-Jährige Mann mit riesigem Eifer weiter an Projekten arbeitet und sich um die Lösung von Zivilisationsproblemen kümmert. Anschliessend besuchen wir eine Firma, die mit Wechselrichtern für Solaranlagen in den letzten 10 Jahren über 250 Stellen in der Wirtschaftsregion Biel geschaffen hat. Weitere Infos zur Firma: www.solarmax.com. Vor dem Nachtessen gleiten wir mit dem Solarboot auf dem Bielersee in Ruhe über das Wasser.
- Berner Woche 20100605 2010-6-5
Sommersession 2010: 1. Woche: Am Nachmittag beginnt die Beratung des CO2-Gesetzes. Mein Wohnungsgenosse Eric Nussbaumer, Windradkonstrukteur, läuft zur Hochform auf. Danach geht’s nach Luzern an eine Podiums-Veranstaltung mit dem Titel «Steuerparadiese in der Innerschweiz». Ich sitze mit dem Stadtpräsident Urs W. Studer im gleichen Boot und argumentiere mit vollster Überzeugung gegen den überbordenden Steuerwettbewerb rund um den Vierwaldstättersee, der uns Schwyzern unbezahlbaren Wohnraum und Verkehrskollapse beschert hat.
- Berner Woche 20100628 2010-6-28
Sommersession 2010: Am ersten Sessionstag diskutieren wir in einer sehr gut besetzten Runde an einem Tisch die Migrationspolitik der Schweiz mit dem Zeithorizont 2020 bis 2030. In der überparteilichen Arbeitsgruppe sind alle wesentlichen Fachgremien dabei. Eine der grossen Herausforderungen für unser Land wird die demografische Entwicklung sein - es fehlen in Zukunft die notwendigen Arbeitskräfte zum Beispiel im Gesundheitsbereich.
- Berner Woche 20071207 2007-12-7
Wintersession 2007: 1. Woche: Am Montagnachmittag eröffnete Paul Rechsteiner als amtsältester Nationalrat die 48. Legislatur des Rates. Er zitierte dabei Gottfried Keller (1819 – 1890) der in seinen
- Berner Woche 20081206 2008-12-6
Wintersession 2008: 1. Woche: Bundesratswahlen prägen die öffentliche Wahrnehmung zur Wintersession 2008. Für mich als Parlamentarier eine wichtige Entscheidung – aber nicht die wichtigste. Der Anspruch der SVP auf einen Sitz im Bundesrat wird auch von unserer Seite nicht bestritten. Präsidenteninnen- und Präsidentenwahlen bilden jeweils am ersten Tag der Wintersession den Höhepunkt. Chiara Simoneschi-Cortesi (CVP/TI) wurde zur Präsidentin, Pascale Bruderer (SP/AG) zur 1. Vizepräsidentin und Jean-René Germanier (FDP/VS) zum 2. Vizepräsidenten gewählt. Die Beratungen über den Voranschlag 2009 wurden aufgenommen und verschiedene Rückweisungsanträge der SVP abgelehnt.
- Berner Woche 20081205 2008-12-5
Wintersession 2008: Kommentar: Die Ausgangslage für die Bundesratswahl am nächsten Mittwoch ist klar: Fast alle Parteien anerkennen den mathematischen Anspruch der wählerstärksten Partei im Parlament. Das Parlament, genauer gesagt die Vereinigte Bundesversammlung, hat seit der Gründung unseres Bundesstaates 1848 die Pflicht, unseren Bundesrat zu wählen.Das ist im Artikel 175 der Schweizerischen Bundesverfassung verankert.
- Berner Woche 20091215 2009-12-15
Wintersession 2009: 3. Woche: Der Abstimmungssonntag fiel diesmal mitten in die Wintersession und bestimmte sie fast bis zum Ende. Zuerst die Anspannung – dann der Schock. Für einen Moment lang war es schwierig, das Abstimmungsresultat über die Anti-Minarett-Initiative zu begreifen, doch es war sehr schnell klar, dass dieses Resultat der Auftakt zu harter Arbeit ist. Das Volk zeigte uns deutlich, dass wir in der Ausländerpolitik noch mehr Arbeit leisten müssen.
- Berner Woche 20101212 2010-12-12
Wintersession 2010: Bereits am Morgen früh besuche ich am Montag als Samichlaus die Rickenbächler Schulkinder. Samichlausauftritte gehören zu meinen jährlich stattfindenden Ritualen – bei dieser Tradition mache ich bereits über 30 Jahre aktiv mit. Anschliessend geht es ab in die Bundeshauptstadt zur Sitzung im Fraktionspräsidium. Die Fraktion zusammenzuhalten ist nicht immer einfach. Wir besprechen zu dritt, wer mit wem welche Gespräche führt. Dann beginnt die 2. Sessionswoche wie immer mit der Fragestunde. Zum ersten Mal im Nationalratssaal beantworten die beiden neuen Bundesräte die schriftlich eingereichten Fragen.
- Bericht aus dem Bundeshaus W2010 2010-12-23
Wintersession 2010: Eine Session, die unter dem Eindruck des Abstimmungswochendes von Ende November stand, beendet das politische Jahr. Doch wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten können eine positive Bilanz für die Wintersession ziehen: So wird dank unserem Einsatz ein indirekter Gegenvorschlag zur Abzocker-Initiative ausgearbeitet, wird das Briefmonopol der Post nicht aufgehoben und die Entwicklungshilfe nicht zusammengestrichen, sondern erhöht.
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